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Treffpunkt Christkindlesmarkt

Foto ChristkindlesmarktChristkindlesmarkt Nürnberg. Das "Städtlein aus Holz und Tuch" ist der Höhepunkt im Altstadt-Winter.
Foto: Walter Pusch

Ein Markt ist seit jeher nicht nur Handelsplatz sondern Begegnungsort. Dies trifft in ganz besonderer Weise auch auf den Christkindlesmarkt zu. Hier begegnet man Touristen aus den ganzen Welt, hier trifft man die Menschen aus der Stadt und der Region Nürnberg, hier läuft man schon mal dem Christkind höchstpersönlich in die Arme und hier erkennt der eine oder andere auch sich selbst. Wie er einmal als Kind war. Und wie man durch Lichter, Düfte, Klänge und einer ganz besonderen Atmosphäre immer noch sein kann – auch wenn durch Wirtschaftskrise oder andere Schwierigkeiten das zu Ende gehende Jahr vielleicht nicht so gut verlaufen ist. Dies ist zumindest der Wunsch von Helmut Nordhardt, Direktor der Nürnberger Märkte seit 1999, gebürtiger Nürnberger, schon seit der Kindheit auf Vaters Schultern Besucher des Christkindlesmarktes, später mit den eigenen zwei Kindern alljährlich, wie es der Brauch verlangt, im "Städtlein aus Holz und Tuch" anzutreffen. "Der Christkindlesmarkt gehört sehr stark zum Wir-Gefühl der Nürnberger. Natürlich ist er das touristische Highlight für die Stadt, aber es geht auch immer die Einladung ganz speziell an die hiesigen Bewohner: Kommt zum Christkindlesmarkt! Vielleicht lieber unter der Woche, bei weniger Andrang, obwohl er selbst dann gut besucht ist. Es ist eine Veranstaltung, die zunächst einmal nichts kostet, bei der man Erlebnis hat und bei der man sehr genau steuern kann, was für einen finanziell drin ist."

Weihnachten ist das ganze Jahr

Der Christkindlesmarkt hat eine lange Tradition. Ihn gibt es schon seit Mitte des 17. Jahrhunderts, am jetzigen Standort und mit dem aktuellen Ablauf schon seit 1948. Die Vorbereitungen nehmen das ganze Jahr in Anspruch. Noch im Dezember werden im Amtsblatt die Bewerbungen für das nächste Jahr ausgeschrieben. über die Besetzung der gut 180 Buden wird in jedem Jahr neu entschieden, es gibt keine Dauerzulassungen. Markus Hübner, Leiter der Verwaltung, übernimmt dann die schwierige Aufgabe, Hunderte von Anfragen aus ganz Europa zu sichten, auf das Gesamtangebot abzustimmen, sowie in der Qualität zu überprüfen. "Wir legen sehr viel Wert auf möglichst individuelle Stände und freuen uns sehr, wenn wir handwerkliche Produktion haben, am besten aus der Region oder sogar aus Nürnberg. Denn wir sind zwar nicht der größte Markt, nehmen aber unter den Weihnachtsmärkten in Deutschland mit unserem Angebot wirklich die Spitzenstellung ein", so Nordhardt weiter. So soll es auch bleiben.

Die Eröffnung des Christkindlesmarktes schließlich, immer am Freitag vor dem Ersten Advent, ist für Helmut Nordhardt nach wie vor ein bewegender Moment. Nicht nur, weil er das Gefühl hat, die Arbeit eines ganzen Jahres wieder erfolgreich zu Ende gebracht zu haben. Sondern weil es einfach unter die Haut geht, wenn Stille, Dunkelheit und oft klirrende Kälte den Prolog des Christkinds von der Empore der Frauenkirche aus umgeben und wenn anschließend mit einem Oooohh aus dem Publikum, alle Lichter angehen und der Markt offiziell eröffnet ist.

Kleiner Trost für alle, die nicht persönlich dabei sind/waren: www.christkindlesmarkt.de ist eine wirklich tolle Internetseite mit allem, was dieses Fest und diese Zeit, nicht nur in Nürnberg, umgibt. Unbedingt reinschauen!

Die Öffnungszeiten des Christkindlesmarkts 2009

Montag bis Donnerstag: 9.30 bis 20.00 Uhr
Freitag und Samstag: 9.30 bis 22.00 Uhr
Sonntag: 10.30 bis 20.00 Uhr
Eröffnungstag: 27. November 9.30 bis 22.00 Uhr
Schlusstag: Donnerstag: 9.30 - 14.00 Uhr
Donnerstag, 10. Dezember, 18.15 Uhr Lichterzug mit etwa 1.700 Nürnberger Schulkindern

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